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Widerstand

Wenn wir in schwierige Situationen geraten, ist es dann richtig, dagegen anzukämpfen und Widerstand zu leisten oder sollten wir nicht ruhig sein und auf das Eingreifen Gottes warten?

Frank Vornheder für die Connect Church Zofingen

Die ganze Themen-Serie „surrender“ handelt von dem „sich in Gottes Arme werfen“ oder anderes formuliert „sich in Gottes Hände hinein kapitulieren“. Wenn Krankheit oder Not uns heimsucht, dass wir dann uns in Gottes väterlichen Arme hinein kapitulieren. Uns selbst und unser gesamtes Leben „in ihn hinein aufgeben“ und uns ihm damit ganz überlassen. Wir wollen durch solches Handeln, unsere Anstrengungen in eine andere Richtung lenken. Nicht mehr unsere ganze Kraft und Energie dafür aufwenden, um das Problem zu bekämpfen, sondern uns mit völliger Fokussierung darum bemühen, uns in die liebenden Hände des Vaters zu werfen.

Aber gibt es nicht auch Zeiten, in denen es angesagt ist, das Problem zu bekämpfen? In denen wir den Sorgen die Stirn bieten müssen oder dem Bösen entgegen stehen müssen? Zeiten, in denen wir unser „Gebets-Laserschwert„ herausholen und den Kampf führen? Doch, sicherlich es gibt diese biblischen Aussagen und den Aufruf zum Kampf.

Insbesondere in den Briefen des Paulus sind wir immer wieder aufgefordert, den Glaubenskampf zu führen. Jedoch haben diese biblischen Kämpfe nicht sehr viel mit der Gegenwartspraxis zu tun, bei der es doch nur zumeist um unsere Komfortzone geht. Es geht um meine Weh-Wehchen, um die Dinge, die mir Kummer machen. Ist es nicht so, dass unsere Gesellschaft „Leidensfähigkeit“ verlernt hat? Dadurch, dass wir heute mit Hilfe von Medizin, Psychologie, Technik und anderem fast alle Probleme lösen oder zumindest erklären können, ist es inzwischen tief in unser Herz eingebrannt, dass man dem Leid entfliehen muss. Es ist im «weltlichen Denken», aber auch bei Christen völlig legitim, dem Leid entfliehen zu wollen. Wer mag schon freiwillig durch das dunkle Tal gehen, wenn es eine Notausgangstür gibt? Und auch geistlich können wir solche Fluchtreaktionen erklären. Denn schliesslich glauben wir an den liebenden Vater, der immer nur unser Wohl (in unserem Sinne) im Auge hat. Wir können es uns gar nicht mehr vorstellen, dass Gott unseren Weg «durch das dunkle Tal» mit uns im Sinn hat.

So stehen wir vielfach in unserem Leben als Christen vor der Frage: Ist es nun Zeit, Widerstand zu leisten oder sich zu ergeben (Surrender zu betreiben). Und auch in dieser sehr wesentlichen Frage des Lebens möchte uns der Heilige Geist unterscheiden lehren und uns anleiten, die Absichten Gottes zu erkennen. Eigentlich jeder von uns entscheidet „sich aus dem Bauch heraus“ für das Kämpfen. Das liegt an dem Druck in solchen Notsituationen. Irgendwie ist dann unser geistlicher Verstand vernebelt und unsere Wahrnehmung getrübt.

Und so gilt als einzige Entscheidung über allem: Auf dein Wort hin wollen wir kämpfen, ansonsten wollen wir still sein und auf dein Handeln warten. (Psl.37,7)

Darum sollten wir hören lernen und dieses zu unserer höchsten Priorität machen, damit wir in den jeweiligen Situationen das eine vom anderen unterscheiden können.


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