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Frieden

Besonders in der Weihnachtszeit sehnen sich die Menschen nach Frieden. Kann Gott Frieden bringen ?

Predigt von Frank Vornheder am 7.Dez.2014 in der FMG Strengelbach

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„Frieden auf Erden“, kündigten die Heerscharen der himmlischen Engel den Hirten auf dem Felde an. „Frieden auf Erden“, sollte es werden, durch die Geburt des Messias in einem armeligen Stall in Betlehem.

Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, welche Gott lobten und sprachen: Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen! – Lukas 2:13-14 ELB 

Heute, etwa 2000 Jahre später, darf die Frage erlaubt sein, ob sich die Engel vertan haben. Von Frieden auf Erden keine Spur, nicht einmal die kleinsten Anzeichen. Noch nie war dieser Planet so friedlos, wie in unseren Tagen. Auseinandersetzungen, mit Waffen und ohne, sind im Kleinen wie im Grossen an der Tagesordnung. Die täglichen News sind voll von Berichten über militärische Auseinandersetzungen und andere Konflikte. Man hat das Gefühl, das der Grösste Teil des Planeten miteinander im Krieg lebt. 

Aber nicht nur zwischen Staaten und Völkern herrscht Krieg. Auch in den Familien und Ehen ist der „Friede auf Erden“ zumeist nicht angekommen. Die ungeheure Scheidungsrate macht dieses überdeutlich. 

Was jedoch viele Christen als „noch schlimmer“ empfinden, ist der „Nicht-Frieden“ Zustand der Gemeinden. Das nicht einmal diejenigen, die „in Christus“ sind, es schaffen Frieden untereinander zu halten. Obwohl die allermeisten Gemeindeglieder wissen, das die Gemeinde der sichtbar gewordene Leib Christi ist, sind dort Zank, Streit, Neid, Anfeindungen und vieles mehr an der Tagesodnung. Da darf doch die Frage erlaubt sein: Ist solche Gemeinde wirklich „Leib Christi“? Wie am Anfang gesehen, lautete die biblische Vereissung, dass durch die Geburt Jesu Frieden zu den Menschen kommt. Paulus präzisiert in seinem Kolosserbrief später, dass durch den Tod des Christus am Kreuz die Versöhnung mit Gott möglich ist. Diese Versöhnung mit Gott schafft Frieden mit Gott und unter den Menschen.  

Alles im Himmel und auf der Erde sollte durch Christus mit Gott wieder versöhnt werden, alles hat Frieden gefunden, als er am Kreuz sein Blut vergoss. Kolosserbrief – 1:20 HFA 

Wie kann Paulus schreiben, das alles Frieden gefunden hat, wenn doch so wenig Frieden ist? Insbesondere so wenig Frieden unter den Kindern Gottes? Müssten denn nicht die, welche durch Christus mit Gott versöhnt sind, und Frieden für ihre Seele gefunden haben, auch untereinander in Frieden leben können? Die Folgen des gegenwärtigen friedlosen Zustands im Zusammenleben der Christen sind eine menschliche Katastrophe.

Als Folge der vielen Konflikte, Streitigkeiten, Feindschaften, Spaltungen … haben sich eine grosse Anzahl Christen von der Gemeinde abgewandt. Sie können und wollen sich solches Zusammenleben nicht mehr antun und flüchten vor den Kriegen der Christen untereinander.. Prophetisch schreibt Hesekiel über diesen Zustand der Gemeinde: 

Auf allen Bergen und hohen Hügeln irren meine Schafe umher, und über das ganze Land sind meine Schafe zerstreut; und niemand ist da, der nach ihnen fragt, und niemand, der sie sucht. Hesekiel 34:6 SCH2000 

Zerstreute „Schafe Gottes“, einen treffenderen Begriff kann man wohl nicht für die gegenwärtige Situation finden. Auf allen hohen Hügeln haben sich auch in unseren Tagen Kinder des himmlischen Vaters verlaufen, weil sie vor den „Kriegen in den Gemeinde“ geflüchtet sind. 

Woher kommt dies alles nun? Was ist die Ursache für „Feindschaft, Zank, Streitigkeiten, Parteiränke, Manipulation, Spaltungen“ unter den Kindern Gottes, die der Gemeinde den Frieden raubt ? Auch hierüber schreibt Paulus. Genau diese genannten Begriffe führt er auf, als er über die Werke des Fleisches an die Galater schreibt. In seinem Brief an die Galater (5,20) wird genau diese Wortwahl verwendet um zwei Haltungen der Kinder Gottes gegenüber zu stellen. Es geht um die zwei grundsätzlichen Haltungen, in denen wir uns befinden können.

Jeder von uns kann zu jeder Zeit „im Geist“ sein, oder „im Fleisch“ sein. Er kann dem „Heiligen Geist“ in sich Raum geben oder dem „alten Menschen“. Die Konflikte, die Paulus im Galaterbrief beschreibt, und die uns so vertraut vorkommen, sind für die Briefempfänger der Gemeinden in Galatien als an Androhung zu verstehen. Anfangs des Briefes schreibt der Apostel über die Gemeindestituation. Er schreibt, dass die Glieder der Gemeinde ihren Glauben so wunderbar im Geist und in der Gnade begonnen haben, und nun ihre Glaubensreise „in den Werken“ zuende bringen wollen.

Was dabei dann herauskommen wird nennt der Apostel beim Namen: „Feindschaft, Zank, Streitigkeiten, Parteiränke, Manipulation, Spaltungen usw.“ Diese Gemeindeentwicklung sagt er den Galatern vorraus, wenn sie ihren Lauf „in den Werken“ und nicht „in der Gnade“ zuende laufen. Im Gegensatz dazu stellt er ihnen eine andere Entwicklung in Aussicht, die sie bei einer Rückkehr „in die Gnade“ erleben würden. „Friede, Freude, Liebe … (Gal.5,22)  

Der Apostel stellt die Galater vor die Wahl. „Wenn ihr weiter in den Werken (im Fleisch) unterwegs seit, dann wird dieser schlimme Zustand eure Gemeinde bestimmen. Wenn ihr dagegen „im Geist“ unterwegs seit wird der andere Zustand eure Gemeinde bestimmen. Wir dürfen hieraus lernen: Ebenso wie die Galater haben wir auch wir die Wahl um die Entwicklung in unseren Gemeinden zu beeinflussen. Auch bei uns wird der Zustand (Fleisch oder Geist) darüber entscheiden wie wir miteinander unterwegs sind, und welche Gemeindekultur wir haben werden. 


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