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Erstaunlich ,die Geschichte vom Haakon

Dies ist die Geschichte des Eremit Haakon, der in einer einsamen norwegischen Hütte Gott möglichst nahe sein möchte.

Was er dabei für eine Lebenslektion machen muss, erzähle ich euch hier.
Nacherzählt von Frank Vornheder für die FCG Lenzburg

Eine alte norwegische Legende erzählt von einem Mann namens Haakon, der alle Tage in einer einsamen Hütte lebte, um dem Herrn Jesus im Gebet zu dienen. Er hatte seine Hütte zu einer kleinen Kapelle ausgebaut, denn es kamen viele Menschen zu ihm und beteten mit großem Glauben für ihre Sorgen und Nöte. Viele beteten zu Christus um ein übernatürliches Wunder, weil sonst keiner mehr helfen konnte.

Eines Tages wünschte sich Haakon, der Eremit, im Gebet von dem Herrn Jesus, dass er ihm helfen würde, noch mehr zu werden wie Christus. Von einem Gefühl der Liebe zu seinem Herrn getrieben, kniete er vor dem Kreuz nieder und sagte: „Herr, ich möchte dir ähnlicher werden, mehr noch sein wie du.“ Und in dem Moment spürte er den Herrn Jesus antworten – ganz leise ein Flüstern:  

„Mein treuer Diener, ich werde dir deinen Wunsch erfüllen. Sei wie ich am Kreuz, stumm wie ein Schaf, das zur Schlachtbank geführt wird. Was auch geschehen mag und egal was du sehen magst, du musst immer im Schweigen verharren.» Haakon war ganz ergriffen von dieser Situation und versprach: „Das werde ich bestimmt machen, Herr!“ Lange Zeit hielt er sein Versprechen und sprach nie mit jemandem. Aber eines Tages kam ein reicher Mann in seine Hütte. Nachdem er gebetet hatte und er wieder aufstand, rutschte seine Geldbörse aus der Tasche und blieb unter der Bank liegen. Der schweigsame Eremit Haakon hatte es gesehen und schwieg.

Er hatte auch nicht gesprochen, als der Arme, der zwei Stunden später vorbeikam, den Geldbeutel des Reichen an sich nahm und ihn behielt. Und er blieb auch still, als kurze Zeit später ein junger Mann kam, sich vor dem Kreuz hinkniete und um Segen für eine lange Reise bat. Wie der junge Mann dort kniete, kam der Reiche zurück und suchte nach seinem Geldbeutel. Und weil er ihn nicht fand, dachte er, der junge Mann hätte ihn genommen.

Wütend schrie der Reiche den jungen Mann an: „Gib mir den Geldbeutel, den du mir gestohlen hast!“ Der junge Mann antwortete: „Ich habe keinen Geldbeutel gestohlen!“ Der Reiche sagte: „Lüge nicht, gib ihn mir sofort zurück!“ Der junge Mann bekräftigte: „ Ich sage ihnen, ich habe niemandem einen Geldbeutel genommen.“ Der Reiche fing an, wütend auf ihn einzuschlagen.

Dann wurde der Raum von einer kraftvollen Stimme erfüllt: „Halt!“  Der Reiche schaute sich um und sah Haakon im hinteren Raum stehen. Dieser konnte einfach nicht mehr schweigen. Mit lauter Stimme und wutentbrannt verteidigte er den jungen Mann und schimpfte den Reichen wegen der falschen Beschuldigung. Der Reiche war entsetzt über diese deutlichen Worte und verlies die Hütte des Emeriten. Der junge Mann ging auch weg, weil er wegen seiner Reise in Eile war. Als Haakon wieder alleine war, war er immer noch innerlich ganz aufgewühlt. Da hörte er wieder die Stimme seines Herrn Jesus – ganz leise: «Siehst du, wie schwer es ist zu schweigen?»

Aber Haakon sagte: „Herr, wie konnte ich eine solche Ungerechtigkeit zulassen?“ Da sagte Jesus zu ihm: „Du wusstest nicht, dass es für den Reichen gut war, seinen Geldbeutel zu verlieren. Denn in ihm trug er Geld mit der Absicht, zu einer Dirne zu gehen. Wohingegen das Geld dem Armen geholfen hat, weil er in seiner bitteren Armut das Geld dringend nötig hatte. Es wäre besser gewesen, wäre der junge Mann von dem Reichen in seinem Unverständnis zusammengeschlagen worden. In dem Falle wäre er nicht auf die Reise gegangen. Siehst du, jetzt ist er vor ein paar Minuten bei einem Unfall gestorben. Du hast all diese Dinge nicht gewusst. ICH SCHON. Deshalb schweige ich.“    

Uns fällt es oft so schwer zuzuschauen, wenn etwas passiert, das wir nicht einordnen können. Insbesondere wenn «man doch eingreifen müsste». Aber ohne die Weisung unseres Herrn etwas zu tun, ist «nur» ein «in toten Werken unterwegs sein». Und dann kommt es nicht so gut, weil Gott den ganz grossen Bauplan kennt. Unser Gott ist mächtig genug, auch ohne unser Eingreifen alles zu regeln. Können wir das glauben?  


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Ist Schweigen immer die bessere Wahl? Erstaunlich ,die Geschichte vom Haakon
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