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Obama Yes we can

Selbstvertrauen, oder Gott vertrauen?

Oder was hat dieser Obama Werbesatz „Yes, we can“ mit dem Evangelium der Gnade zu tun? (Post vom 07.10.2015)

Von Frank Vornheder für die FCG Lenzburg

„Yes, we can!“ Mit diesem Slogan zog Barak Obama vor einigen Jahren in den amerikanischen Präsidentschafts-Wahlkampf, „Ja, wir schaffen das!“. Mit diesem Schlachtruf und dem dazugehörigen Programm schaffte er es seinem Volk wieder Hoffnung und Zuversicht in die eigene Kraft und Möglichkeiten zu geben. In einer Zeit, in der sich in de USA die gesellschaftlichen Probleme türmten wie in einer grusigen Küche das dreckige Geschirr, schaffte er es dem Volk neue Hoffnung zu vermitteln. Eine Hoffnung, dass alles möglich ist, wenn man nur will und sich anstrengt.

Heute, einige Jahre später, ist eine gewisse Ernüchterung unter der Bevölkerung eingetreten. Hatte Obama es geschafft mit einem Funken Hoffnung ein Feuer der Zuversicht insbesondere bei den einfachen Menschen zu entzünden, ist nun scheinbar doch nicht alles möglich. Auch nicht bei Herrn Obama, denn noch immer stapeln sich die alten Probleme am Abwaschbecken. Dabei beten doch so viele Amerikaner für ihr Land, für die Politiker, insbesondere den Präsidenten. Sollte da nicht mit grosser Anstrengung und viel Gebet mehr möglich sein?

Als ich in den Nachrichten von der kippenden Stimmung in der Gesellschaft hörte, habe ich mich gefragt, ob sich Gott wirklich dieses Vorgehen segnen kann. Auf mich wirkt das Vorgehen, als wenn man versucht Gott wie einen Talisman für die eigenen Anstrengungen zu benutzen. Denn mehr ist es doch nicht, wenn wir in die eigene Kraft das Vertrauen setzen, und dann für das beten, was wir nicht lösen können. Bei solch einer Haltung ist Gott doch nicht mehr als ein Glücksbringer für unsere Unzulänglichkeiten. In der Bibel können wir sehen, dass das Volk Israel so etwas auch schon einmal versucht hat und damit gehörig auf die Nase gefallen ist. Als im Jahr ca.1066 v.Chr. wieder einmal die Philister das Gottesvolk überfielen meinten die israelischen Heerführer sie müssten lediglich die Bundeslade wie einen Talisman in den Kampf mitschleifen, um den Kampfverlauf zu ihrem Gunsten zu wenden (1.Sam.4,1 ff.). Jedoch, Gott lässt sich nicht für unsere Ziele „benutzen“ indem wir auf die eigene Kraft vertrauen und zur Ergänzung auch ein wenig auf Gott vertrauen, wie man es bei einem Maskottchen macht. So etwas funktionierte weder beim Volk Israel zur Zeit der Richter, noch in unseren Tagen bei Herrn Obama. Gott lässt kein vermischtes Vertrauen zu. Ein bisschen Vertrauen auf die eigene Kraft, ein bisschen auf Gott, das macht er nicht mit. Der Prophet Jeremia hatte dies erkannt und so schrieb er, das, wer das Vertrauen in die eigene Kraft setzt, unter einem Fluch steht.

So spricht Jahwe:»Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut, der sich auf Menschenkraft verlässt und sein Herz von Jahwe abkehrt! – Jeremia‬ 17,5

Hätte Obama geschrieben: „Yes, HE can!“ und damit beim Vertrauen auf Gott (oder Christus) verwiesen und sich vom heiligen Geist leiten lassen, wäre wirklich alles möglich gewesen. Jedoch mit dem Aufruf (Schlachtruf) das Vertrauen in die eigene Stärke zu setzen musste er zwangsläufig die Konsequenzen des «Jeremia Fluches» tragen. Auch wenn immer noch auf dem Dollar steht: „In God we trust“ (wir vertrauen auf Gott).

Auch zu der Zeit Jesu waren die Menschen in Israel von den Pharisäern und Schriftgelehrten dieses „Yes, WE can!“ gewohnt. Immer wieder hörten sie von den Pharisäern und Schriftgelehrten „du kannst es schaffen, wenn du dich nur genug anstrengst». Doch jeder der es wirklich ernsthaft versuchte aus eigener Kraft seinen Stand bei Gott zu verbessern, stellte sehr bald fest:»Es ist nicht machbar». Jesus sagt zu diesem Verhalten der Pharisäer:

Sie binden nämlich schwere und kaum erträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern – Mt.34,4

Jesus dagegen verkündete den Menschen eine Gegenbotschaft. Er rief: „Yes, HE can!“ und verwies in seinen Aufforderungen zu Vertrauen auf den himmlischen Vater oder sich selber.

«Lasst euch durch nichts in eurem Glauben erschüttern!“, ´sagte Jesus zu seinen Jüngern.»Vertraut auf Gott und vertraut auf mich!» – Johannes‬ 14,1

Jesus forderte die Menschen in seinen Tagen NICHT auf, die Hoffnung auf die eigene Stärke zu setzen und sich zu bemühen, sondern verwies auf den Vater. Bei ihm hiess es „Yes HE can“. Er weckte bei den Menschen die Hoffnung das Gott etwas grosses vorhat und dies nicht, weil sie sich noch mehr anstrengten in ihrer jüdischen Religiösität, wie es die Phrisäer und Schriftgelehrten forderten, sondern weil sie ihm, Jesus, und dem Vater im Himmel vertrauten. In seiner ersten Predigt in der Synagoge von Nazareth (Lk.4,19) erklärt Jesus den erstaunten Zuhörern, das mit ihm das „Gnadenjahr des Herrn“ beginnt. Seien Zuhörer kannten diesen Begriff aus den Lesungen in der Synagoge. Der Prophet Hesekiel nennt dieses Jahr, das Jahr der vergebung. Es beinhaltete eine Amnestie aller Verschuldeten. Niemand hatte plötzlich Schuldern mehr. Zusätzlich beinhaltete dies eine Freilassung aller Inhaftierten und eine Wiedereinstellung in den Familienbesitz. Johannes schreibt passend darüber, das die Gnade als Mensch zu uns kam (Joh.1,17). Das Jahr der „Gunst des Herrn“ oder auch «Erlassjahr» brach mit Jesus für alle Menschen an, und dauert seitdem an.

Alle die auf Jesus vertrauen, werden wieder in die vollen Rechte der Gotteskindschaft eingesetzt. Hast du das schon für dich entdeckt, was es heisst in diesen neuen Rechten eines Königskindes zu leben?


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