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Tod durch umdrehen

Eine fatal falsche Bewegung, da war es vorbei mit ihr. Dabei wusste sie es genau, doch die Neugier wurde ihr zum Verhängnis. Tod durch umdrehen, obwohl es verboten war.

Von Frank Vornheder für die FCG Lenzburg

Wer kennt die Geschichte von Sodom und Gomorra nicht (1.Mose 19) Gott will den Sündenpfuhl Sodom vernichten und weist den einzigen guten Mann der Stadt an mit seiner Frau zu flüchten. Sie bekommen die spezielle Anweisung sich unbedingt auf gar keinem Fall zurückzudrehen bei ihrer Flucht.

Dann als sie endlich aussziehen und die benachbarten Hügel erreicht haben hören sie wie hinter ihnen das Chaos ausbricht. Gott lässt Feuer vom Himmel fallen – vielleicht gebraucht er auch ein ganz gewöhnliches Gewitter, bei dem ein Blitz die Holzhütten entzündet. Möglicherweise haben Lot und seine Frau die Schreie und Rufe der entsetzen Menschen gehört, denn innert kurzer Zeit brennen beide Städte bis auf die Fundamente ab. So wie es berichtet ist überlebt keiner der in der Stadt anwesenden.
Lot und seine Frau werden dies zwangsläufig irgendwie mitbekommen haben. Doch die Anweisung Gottes war klar, dreht euch nicht um!

Doch Frau Lot dreht sich um – und erstarrt in dem Moment zu einer Salzsäule.

Ich persönlich glaube, dass es bei diesem biblischen Bericht um mehr geht als eine historische Aufzeichnung.
Ich bin überzeugt, dass es um etwas Grundsätzliches geht. Um den Grundsatz: Wer sich umdreht erstarrt.
Denn, wer zurückblickt, der kann nicht mehr vorwärts gehen. Er muss stolpern früher oder später.

Jesus sagt dieses ebenfalls seinen Jüngern
„Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt,
ist tauglich für das Reich Gottes!“ – Lukas 9:62 SCH2000

Zurück blicken lähmt, denn wer dies tut kann nicht mehr schnell und stolperfrei vorwärts zu kommen. Kein Läufer auf der Rennbahn würde sich umdrehen. Nein, er hat das Ziel im Visier. So ist es auch bei uns. Dem Vergangenen nachtrauern, lähmt uns die Zukunft zu ergreifen.
Jesus wollte mit seiner Aussage betonen, dass seine Jünger nicht wehmütig auf das alte Leben, auf ihr früher zurück blicken, oder vergangenen Tagen (am See in Genezareth) nachtrauern. Sondern sie sollten mutig und mit festen Blick auf das Ziel vorwärts laufen.

Wer den berühmten Satz sagt oder denkt: Früher war alles besser, ist bereits gelähmt. Er kann schon nicht mehr die Zukunft ergreifen weil sein Blick rückwärts gewandt ist. Jesus möchte das wir, als seine Jünger, das Morgen ergreifen und nicht dem Vergangenen nachtrauen.

Doch wie oft höre ich in unseren Gemeinden: Früher war die Musik besser, da hatten wir schönere Lieder, oder bessere Predigten, denn früher wurden noch lange Bibelpassagen gelesen. Doch Menschen, die so etwas sagen, sind bereits gelähmt und werden nie die Zukunft ergreifen.

Auch wenn ganze Gemeinden solches Gedankengut atmen, werden diese nie die Zukunft gestalten und die nächsten Generationen erreichen.

Wenn du in solcher Gemeinde zuhause bist, die das gestern mit verklärtem Blick feiert, dann solltest du wissen: Du gehörst zu einer sterbenden Gemeinde – sie hat keine Zukunft. Denn sie ist bereits bewegungsunfähig und zu einer Salzsäule erstarrt. Jesus fordert uns auf am Pflug zu stehen, das heisst mutig vorausschauend die Zukunft zu gestalten.

Für uns alle ist es eine immer wiederkehrende Entscheidung, immer und immer wieder. Besonders dann wenn die Gegenwart gerade so wunderbar ist, diese nicht zu konservieren egal im Herzen oder ganz praktisch.

Als Jesus auf dem Berge der Verklärung war und dort Mose und Elia begegnete (Lk.9) da wollten die anwesenden Jünger, Petrus, Jakobus und Johannes Hütten bauen. Sie wollten diesen wunderbaren Moment festhalten und irgendwie konservieren. Solches Verhalten ist zutiefst menschlich. Wir wollen immer den schönen Moment festhalten und nicht mehr verlassen insbesondere wenn uns so richtig wohl ist.
Doch solchem anhalten, innehalten und geniessen folgt dann unausweiglich das zurück blicken. Wir wollen den Moment wieder haben.

So ist es das Merkmal echter Jünger, das diese nicht stehen bleiben. Sie schauen auch nicht hinter sich, sondern sind „on the move“, also in Bewegung.

Und wie bewegst du dich gerade? Oder bist du schon zur Salzsäule erstarrt? Dann droht auch dir der Tod durch umdrehen.

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